Vorst

Das Wappen von Vorst und die Entstehung der Bürger

Das Wappen von Vorst

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Auch im Wappen spiegelt sich die bewegende Geschichte der Großen Hohnschaft Vorst wieder und findet ihren Ursprung in der geschichtlichen Vergangenheit. Die Grundfarbe des Vorster Wappen ist Silber.

Das Wappen wird durch das schwarze Kurkölner Kreuz in vier Felder geteilt. Die beiden oberen zeigen die Wappenbilder der ehemaligen Grundherren von Vorst, links der Herren von Brempt (fünf horizontale Querbalken), rechts der Herren von Donk (eine Gleve). Der Schlüssel im unteren linken Feld stammt aus dem Gerichtssaal des kurkölnischen Gerichts bei der alten Kirche St. Peter. Der Bischofsstab im unteren rechten Feld weist auf den Kirchenpatron St. Gotthardus, einst Bischof von Hildesheim, hin.

Der Gemeinde Vorst ist die Erlaubnis zur Führung des Wappens durch Erlass des Preußischen Ministerpräsidenten und des Preußischen Innenministeriums vom 20. April 1928 erteilt worden.

 

Vorst – nur ein Name?

Die „Große Hohnschaft“, wie Vorst in vielerlei Urkunden auch genannt wird, entstammt ebenfalls aus dem fränkischen. Hohnschaft bedeutete soviel wie Hundertschaft. Die Franken teilten die Ortschaften auf diese Weise ein. Eine ausgedehnte Selbstverwaltung und eine eigenständige Gerichtsbarkeit zeichneten die Hohnschaften aus. Die „Große Hohnschaft“ gehörte zum Alten Amte Kempen. Die „Hohnschaft Kehn“ gehörte lange Zeit nicht zu Vorst, erst im Jahr 1818 wurden Kehn und Vorst zu einer Einheit zusammengeführt.

Wenn also der frühere Name von Vorst „Große Hohnschaft“ war, wieso ist dieser im Laufe der Zeit in Vergessenheit geraten? Die Namensbildung verschiedener Gemeinden ist bis heute nicht mehr eindeutig zu klären. Bereits im Jahr 1377 vermerkte der Kölner Kurfürst in Lehensurkunde den Namen „uppenVoerste“ – also „nahe am Wald“. Irgendwann muss sich die Kurzfassung Vorst durchgesetzt haben. Der Begriff „Große Hohnschaft“ wurde alsbald gemeinsam mit dem Zusatz „Vorst“ verwendet oder ganz weggelassen.

Dieser Text wurde erstellt mit freundlicher Unterstützung und Genehmigung von Franz Dohr, Vorst – aus der Geschichte einer Gemeinde (1979)

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